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Ausmessen beim Matratzenkauf [21.Feb]

     

MatratzeLattenrost

        

 21.Feb 2019

    

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Ganz schön vermessen: die Vermessung des Schlafs

Immer wieder werden wir gefragt, ob wir auch vermessen. Oft meint unser Kunde damit, ob wir auch ein wie auch immer geartetes Messgerät oder -system haben, mit dem man ermitteln kann, ob die in Frage kommende Matratze zum Kunden passt, oder nicht.

Nein, haben wir nicht - kann man nämlich auch gar nicht! Zumindest nicht, wenn man es objektiv und einigermaßen seriös angehen möchte.

Wie das? Wo doch so viele damit werben eine exakte Ausmessung des Bettes, des Körpers - sogar die der körpereigenen "Schlaf-DNA" - vorzunehmen. Und auch wir haben seit über 15 Jahren ein Meßsystem (siehe innova-Meßsystem) im Einsatz. Aber damit lässt sich immer nur ein kleiner Teil "ausmessen" nämlich die Form und Statur des Schläfers. Das hilft zwar bei der korrekten Einstellung des Lattenrostes, ist aber bei weitem nicht alles, was zum guten Schlaf dazu gehört. Reell betrachtet: Alles schöne Worte, dahinter steckt aber eigentlich nicht mehr als gut gemachtes Marketing. Ganz problematisch wird es, wenn so Begriffe wie "Schlafanalyse" fallen. Denn schon allein "der Schlaf" lässt sich nicht in dem Sinne messen ob er gut oder schlecht ist - und wenn nur mit einem immens hohen Aufwahnd. Denken Sie mal an die Verkabelung, die ein professionelles Schlaflabor vornimmt, um die notwendigen Parameter im Laufe der Nacht zu ermitteln.

Und damit lässt sich nur sagen, ob der Proband leicht oder tief geschlafen hat, nicht ob er regeneriert hat und sich ausgeschlafen fühlt... und über die Matratze oder das Bettsystem: sagt das erst Mal gar nichts aus, da weis nämlich auch ein Schlaflabor nichts!

Da müsste man schon mehrere Nächte auf einer Matratze jeweils im Schlaflabor verbringen, um aussagekräftige Werte und Erfahrungen zu bekommen - ggf. auch im Vergleich mit anderen getesteten Modellen. Wenn man sich diesen Aufwand vor Augen hält, stellt sich schon die Frage, wie eine 5-Minuten-Messung bestimmen soll, ob die aktuell belegene konkret zu einem passt.

Natürlich kann man beim Probeliegen einige Werte erfassen - aber: die hängen immer auch von der korrekten Ausführung der Messung (also des Verkäufers) - und die sind alleine genommen nicht aussagefähig. Nehmen wir z.B. die Druckbelastung unter dem Schläfer, das ist ein Wert der sich in der Tat recht seriös messen lässt, über eine drucksensible Matte, die zwischen Schläfer und Matratze gelegt wird.

Klar, Druckspitzen sind schlecht, aber bei kaum einer modernen und sinnvoll gewählten Matratze sind richtige Druckstellen denkbar - und die würde der Proband auch selbst spüren. Angenommen, bei der Messung sind alle wert ideal, nirgends gibt es auch nur eine erhöhte Belastung, dann ist doch alles gut? Sicher nicht! Denn nur "druckfrei" zu liegen heißt noch lange nicht, auch "richtig" zu liegen, denn der Wert lässt keinerlei Aussage zu, ob der Schläfer physiologisch korrekt liegt (also z.B. die Wirbelsäule eine passende, korrekte und ergonomisch sinnvolle Position eingenommen hat). Auch lässt dies keine Aussage zu, ob die Matratze den klimatischen oder thermischen Anforderungen des Benutzers gerecht wird.

Bezüglich der Liegeposition: in der Zwischenzeit gibt es zwar auch noch andere "Messverfahren" bei denen z.B. auch die Position der Wirbelsäule des Schläfers erfaßt wird. Aber diese hängen im hohen Maße davon ab, ob die ausführende Person den Ablauf korrekt einhält - hier ist ein recht großer Spielraum möglich, das spätere Ergebnisse zu verfälschen wenn nicht gar zu beeinflußen. Und alle diese Meß- und Demonstrationsverfahren funktionieren sowieso immer nur in der Seitenlage, für die Rückenlage lässt sich gar keine Aussage treffen.

Zusammengefasst muss man einfach feststellen: eine wirklich korrekte Messung aller reel wichtiger Faktoren ist mit normalen Mitteln schlicht unmöglich. Es gibt einzelne Methoden, die sich für bestimmte Faktoren gut eignen, diese allein haben aber wenig bis gar keine Aussagekraft über die Passgenauigkeit des gewählten Matratzenmodells zum Probanden.

Also alles Humbug? Sicher nicht! Was hingegen nämlich schon funktioniert, ist die Anpassung des Schlafsystem aug Grund der gemessenen (ermittelten) Körperdaten des Schläfers (das sind Werte wie Rückenlänge, Schulterbreite, Lordosentiefe etc.), die genutzt werden können, um a) den Lattenrost zu individualisieren (also unterschiedlich fest einzustellen) und b) eine möglichst passende Matratze (Bautyp bzw. Kernausführung sowie die zu verwendende Festigkeit) auszuwählen.

Also, es ist Vorsicht angebracht, wenn es um die Vermessung des Schlafs geht - vieles lässt sich nicht messen und schon gar nicht konkret belegen. Die Meßsystem bedienen letzten Endes den Wunsch des Verbrauchers nach einer einfachen und unkomplizierten Kaufentscheidung - die Maschine hat's errechnet, dann wird das schon passen. Aber letzten Endes geht es doch eigentlich immer um die Frage, ob Sie dem Berater vertrauen - oder lieber einem Meßergebnis. Wenn Letzteres der Fall sein sollte, dann kann es mit dem Berater aber auch nicht so weit her sein... (und der hat ja aber das Meßergebnis erstellt...) .

Wir plädieren für eine  ausführliche, umfängliche Beratung, bei der wir alle wichtigen Einflußfaktoren gemeinsam mit unserem Kunden besprechen, unseren Kunden vermessen und die notwendigen Daten zum Körperbau aufnehmen und dann durch schrittweises Testen (immer ein Faktor nach dem anderen wird auf ggf. unterschiedlichen Matratzen beleuchtet) können Sie sich als Kunde dann ein Gesamtbild davon machen, was Ihre Matratze alles eigentlich tun und können soll - und dann können (und müssen) Sie entscheiden, welche Ihre neue Matratze werden wird.

So einfach geht das!

         

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